Wie fängt man tolle Nebelstimmungen ein Teil I

Vielleicht habt ihr euch auch schon desöfteren gefragt, wie man diese tollen Sonnenstrahlen die den Nebel durchdringen einfängt. Das war auch anfgangs meine Frage. Ich hab mich auf die Suche gemacht, wie und wann das am besten klappt und festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist. Im nachfolgenden Text gebe ich einige Tipps, wie es auch bei euch mit solchen Fotos klappen könnte.

Als erstes heißt es "raus aus den Federn", denn solche Stimmungen sind nur morgens fotografisch umzusetzten. Gerade die Spätherbsttage sind ideal dazu, wenn es schön werden sollte, aber morgens noch alles vom Nebel verschluckt ist.  Wenn ich morgens aufwache, schaue ich erst mal, wie weit der Nebel hängt. Liegt er recht tief, d.h. die Sichtweite ist eingeschränkt, dann heißt es raus in die Natur. Meist schau ich mir die Webcams von etwas höher liegenden Gegenden noch kurz an und wenn hier schon die Sonne scheint, dann kann nichts mehr schiefgehen. Wenn es allerdings einfach nur trüb ist und man merkt, dass die Nebelschicht viel höhter liegt, kann man ewig drauf warten, dass die Sonne raus kommt und das fotografieren schlicht vergessen.

Nun fahr ich erst mal los, sinnvoll ist es vorher schon zu beobachten, wo sich meist die Nebelgrenze befindet. Das ist recht oft dieselbe Höhenlage, wo die Nebeldecke aufhört. Und GENAU hier an der Nebelgrenze seit ihr gefragt. Wichtig ist, dass ihr euch immer einen Strauch, Baum oder sonstigen Gegenstand sucht, in dem sich die Sonnestrahlen brechen können. Denn nur dadurch erhält man diese tolle Strahlenwirkung. Oft sind es nur ein paar Höhenmeter, wo das mit den Strahlen wirklich klappt. Ist man etwas zu weit unten, überwiegt der Nebel und die Sonne kann ihre Kraft noch nicht richtig entfalten. Befindet man sich schon zu weit oben, hat die Sonne schon zu viel Kraft. Also einfach in Bewegung bleiben und gucken. Wenn ihr dann die optimale Stelle gefunden habt und die ersten Fotos geschossen wurden, ist man oft vom Ergebnis entäuscht. Die Kameraautomatik bzw. auch die Zeit-und Blendenautomatik liefern nicht die Ergebnisse die man gerne hätte. Entweder sind die Fotos zu hell oder zu dunkel. Hier heißt es manuell belichten. Ich machs immer so: ich stelle mir meine gewünschte Blende ein (nicht zu offenblendig) und ändere dann die Zeit, bis ich die optimale Stimmung habe. Einfach ausprobieren, es sind einige Testfotos nötig, bis man DAS FOTO hat. Ich fotografiere immer in RAW, weil sich daraus mehr Möglichkeiten ergeben, das Foto zu bearbeiten. Gerade da, wo sich die Sonne befindet, ist das Foto oft zu hell und "ausgefressen". In der Bildbearbeitung kann ich mir hier meine Details wiederholen. Desweiteren verstärke ich den Kontrast und die Sättigung.  Außerdem ist es sinnvoll die Farbtemperatur noch etwas anzuheben, dadurch kommt das golden-warme Morgenlicht besser zur Geltung. Und jetzt heißt es für euch ausprobieren....

Im nächsten Teil gebe ich Tipps wie man über dem "Nebelmeer" tolle Stimmungen einfängt.

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Kommentare: 1
  • #1

    johannes (Montag, 20 Oktober 2014 08:42)

    Ich hätte nichts dagegen, wenn du mehr solcher Tipps veröffentlichst, Lisa. Ruhig auch noch ein bisschen ausführlicher (ich weiß schon: das macht Arbeit